Bildrechte: Armin Siemering

NABU sucht Krötenretter für Bardel


Ehrenamtliche Helfer sollen Amphibienzaun und Fangeimer kontrollieren

Alle Jahre wieder ist das Leben unserer sowieso schon bedrohten Amphibien in höchster Gefahr. Viele sterben auf ihrem nächtlichen Weg zu den angestammten Laichgewässern unter Autoreifen. Dieses Schicksal droht auch den Erdkröten, die im Bereich der Klosterstraße in Bardel (in der Nähe des Reiterguts Aarnink) in den angrenzenden Wäldern überwintern. Sie wandern zum Ablaichen zu hunderten über die Straße zum gegenüber liegenden Teich.

 

Ehrenamtliche Helfer sollen Amphibienzaun und Fangeimer kontrollieren

Alle Jahre wieder ist das Leben unserer sowieso schon bedrohten Amphibien in höchster Gefahr. Viele sterben auf ihrem nächtlichen Weg zu den angestammten Laichgewässern unter Autoreifen. Dieses Schicksal droht auch den Erdkröten, die im Bereich der Klosterstraße in Bardel (in der Nähe des Reiterguts Aarnink) in den angrenzenden Wäldern überwintern. Sie wandern zum Ablaichen zu hunderten über die Straße zum gegenüber liegenden Teich.

Darum sollen die Tiere durch einen Amphibienschutzzaun am gefährlichen Überqueren der Straße gehindert werden. Sie landen stattdessen in den eingegrabenen Fangeimern. Der Krötenzaun muss wärenend der etwa vier Wochen dauernden Wanderung täglich kontrolliert werden, damit die Tiere in den Fangeimern über die Straße getragen und gezählt werden können.

Für diese Tätigkeit (ca. eine Stunde täglich), werden noch ehrenamtliche Helfer gesucht. Damit die Arbeit auf möglichst viele Schultern verteilt werden kann, wird ein Plan aufgestellt. Die Stadt Bad Bentheim unterstützt dieses Projekt aktiv. Interessenten können sich bei der Stadt Bad Bentheim, Frau Hesping (Telefon: 05922 7338 oder Mail. hesping(at)stadt-badbentheim.de) melden.

Die Laichwanderung der Tiere beginnt witterungs-abhängig nach Ende der Frostperiode. Vielfach trifft man dabei auch schon auf bereits „verkuppelte“ Krötenpaare, bei denen sich das Männchen huckepack zum Gewässer tragen lässt. Die Weibchen geben – wie alle Kröten – Laichschnüre ab, die aus 3000 bis 6000 Eiern bestehen können. Doch nicht nur Erdkröten landen in den Fangeimern. Auch andere Krötenarten, Eidechsen und Molche werden hin und wieder gerettet.

In diesem Zusammenhang bittet der NABU alle Spaziergänger darum, abgedeckte Eimer nicht zu öffnen. Die Abdeckung soll verhindern, dass die Eimer zu tödlichen Fallen an den Tagen werden, an denen keine Kontrolle stattfindet. Weil die Tiere zu Zwecken der Dokumentation gezählt werden, dürfen sie auch aus offenen Eimern nicht entnommen werden.

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