Projekt Dorfladen


Aufgrund etlicher Nachfragen wollte ich Ihnen kurz den aktuellen Sachstand berichten.

Nach der mit sehr positiver Resonanz durchgeführten Umfrage zum Thema „Dorfladen“ hatten wir uns beim Auftakt zum Stadtradeln im September davon überzeugen können, dass ein reiner Dorfladen als Nahversorger wie in Welbergen oder in Ohne für die gut versorgten Ortszentren unserer Stadt nicht das richtige Konzept wäre. Gleichzeitig wurde uns klar, welche Rückendeckung eine Genossenschaftslösung aus der Bevölkerung voraussetzen würde. Und dass ehrenamtlich zwar unterstützend, nicht aber alltäglich vor Ort verantwortlich Arbeit geleistet werden könnte. Vor diesem Hintergrund wäre eine sichere Mieteinnahme wie in Welbergen ein stark stabilisierendes Element...

Unserem Einsehen entsprechend haben wir uns mit Blick auf das „Alt Gildehaus“ am Dorfbrunnen sodann in vielen Gesprächen zu der Erkenntnis durchgerungen, dass dort eine Begegnungsstätte mit fairen und regionalen Angeboten, aber eben keinem Einzelhandelsschwerpunkt in Anbetracht der nun bevorstehenden, wunderbaren Ortskernentwicklung die ideale Lösung sein könnte. Auch dort stünde im Obergeschoss eine vermietete Wohnung zur Verfügung, die derzeitige Eigentümerin wäre zur Beteiligung am Projekt bereit, und die Sanierung der äußeren Hülle aus der Dorferneuerung sowie die tolle Lage lassen eine sichere Investition der gemeinsam zu gründenden Genossenschaft erwarten. Der Kaufpreis steht fest.

Nach diesen Gesprächen haben wir uns mit dem Genossenschaftsverband aus Oldenburg im Gildehauser Feuerwehrhaus getroffen. Sie sagten uns die unentgeltliche Gründungsbegleitung zu und zeigte sich im Anschluss begeistert von der Immobilie und ihrer Perspektive. An dem Gespräch beteiligt waren Corona-bedingt wenige erste „örtliche Multiplikatoren“, mit denen zusammen wir zu gegebener Zeit an die Öffentlichkeit gehen möchten, um für das Projekt zu werben.

Derzeit läuft mit Zustimmung der Eigentümerin auf Kosten der Stadt eine Untersuchung der Gebäudesubstanz durch den Monumentendienst aus Oldenburg, der auf die Begutachtung von Baudenkmalen spezialisiert ist und schon häufig für die Stadt gearbeitet hat.

Nach Vorliegen des Gebäudegutachtens stehen dann zwei weitere Schritte an:

Ein Besuch des Gaststättenprojektes in Uelsen. Und ein weiteres Treffen mit dem Genossenschaftsverband zwecks Konkretisierung der rechtlichen Rahmenbedingungen und konkreter Vorbereitung der Öffentlichkeitsarbeit. Beides kann und sollte jedoch erst stattfinden, wenn die Corona-Lage Treffen größerer Personengruppen absehbar möglich erscheinen lässt.

Im Kontext vieler seniorengerechter Wohneinheiten an zentralster Stelle von Gildehaus, mit Kirche, Bücherei, Tagespflege, Verwaltungs- und Touristinfo-Außenstelle, Zahnarzt, E-Werk, Friseur, Fahrschule, Ärztin usw. in unmittelbarer Nähe liegt der Gedanke einer Begegnungsstätte ohne Verzehrzwang, aber mit schönen und einigen fair gehandelten und regionalen Angeboten, doch sicher sehr nahe...

Wenn Sie Lust haben dabei zu sein, melden Sie sich gerne schon jetzt bei mir!

Wie schön wäre es, wenn uns das gelingen würde. Gerne bleiben wir weiter in Kontakt.

Volker Pannen

Bericht in den Grafschafter Nachrichten

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