Sandstein bearbeiten wie ein Steinmetz


Wer Lust hat, einmal freundlich angeleitet Hammer und Meißel auszuprobieren, kann das ab sofort in der neuen Steinmetzhütte am Bad Bentheimer Sandsteinmuseum. 

Mit der Fertigstellung der Hütte hat die Bentheimer Bürgerstiftung (https://buergerstiftung-badbentheim.de/.../batavia-portal/) unter strategischer Leitung von Bernd Hofste ein wichtiges Etappenziel gefeiert. Und so kann jetzt mit Unterstützung von Bund, Land, Landkreis und Stadt sowie zahlreichen Spenden nicht nur ein schöner Veranstaltungsort unter dem Batavia-Portal am Schlossparkteich entstehen:

Von Anfang war es Ziel der toll zusammenarbeitenden Projektbeteiligten, unter unseren Augen und im Austausch mit uns nach und nach den im Original vor fast 400 Jahren in Gildehauser Steinbrüchen behauenen, 6,70 Meter hohen Torbogen nachzubauen. Heute steht er im Museum in Australien (https://visit.museum.wa.gov.au/shipwrecks/batavia-gallery), nachdem die Batavia, in deren Bilgenraum er nach (heute) Jakarta gebracht werden sollte, 1629 vor der dortigen Küste auf ein Riff gelaufen und gesunken war und erst in den 1970er Jahren - zusammen mit den Bentheimer Sandsteinen - vom Meeresgrund des Indischen Ozeans gehoben werden konnte.

Eine spannende Geschichte also, die auf Dauer im Bad Bentheimer Schlosspark (am Speakers Corner? ) als Veranstaltungsort auch zur kritischen Auseinandersetzung einlädt, unter anderem mit dem Kolonialismus im 17. Jahrhundert oder den aktuellen klimatischen Herausforderungen nicht nur am historischen Bestimmungsort des Portals, den es leider nie erreichte.

Übrigens:

Die Batavia liegt nachgebaut im Hafen von Lelystad (NL), kreuzte im Jahr 2000 zu den olympischen Spielen in Melbourne vor der Stadt im Pazifik, wohin sie an Bord eines Frachtschiffs gelangt war (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Batavia_(Schiff,_1628)). Ob auch der Nachbau des Portals, 2000 war er natürlich nicht an Bord, uns gedanklich mit auf die Reise nimmt? Schön wär's.

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