Kanalsanierung Kuhkamp
Zum Glück blieb der Stadt die Überflutung von Straßen und Wasser in vielen Kellern in diesem Jahr weitgehend erspart. Schon viel zu lange ist das bei Starkregen vor allem im Norden von Gildehaus so.
„Nach meiner Erinnerung“, so Bürgermeister Pannen, „politisch befasst im Stadtrat hatten wir uns 2008 mit dem Thema. Und waren als Stadt – nicht nur finanziell – überfordert. Konsequenzen hatte das jedoch sehr zeitnah:
Wir führten eine Niederschlagswassergebühr für unser Netz belastende, versiegelte Grundstücke ein, zu der wir als Stadt anfangs 50 %, später (nach einer Überprüfung 1/3) für eigene Flächen beitrugen. Und wir verkauften das Netz in der ganzen Stadt per 1. Juli 2009 an den TAV.
Dort machte man sich zügig an die Arbeit. Insbesondere Probleme wie am Stegehoek und am Alten Kamp, wo nicht nur Niederschlagswasser bei Starkregen überirdisch abfloss, wurden gelöst. Und dann war ja auch noch das Regenrückhaltebecken an Herbers Kurve nach seinem Überlauf 2010 zu erweitern, unter anderem.
Nach einer sog. Regenwasserkampagne, in der über Monate hinweg das ganze Netz mit seinen Schwachstellen digital nachgebildet wurde, stand fest, der Kuhkamp und die westlich angrenzenden Straßenzüge bis hin zur Rotdornstraße erfordern eine riesige Baumaßnahme: zunächst ein neues, ‚intelligentes’ Regenrückhaltebecken (wie an Herbers Kurve), einen überarbeiteten Gildehauser Graben und dann, in der Reihenfolge entgegen der Fließrichtung, neue Regenwasserkanäle mit bis zu 1,20 Metern Durchmesser.
Das ganze Projekt, vor kurzem wurde es den Anwohnenden vorgestellt, wird Millionen kosten, Jahre dauern und am Ende auch nicht jeden ‚Jahrhundert-Regen’ ohne nasse Füße enden lassen:
Aber die Situation im Norden von Gildehaus wird sich spürbar verbessern. Und wir, alle ins System entwässernden Grundeigentümerinnen und -eigentümer, haben seit Jahren auch dafür ‚gespart’, dass wir das ‚Projekt Kuhkamp’ nun endlich – in der Verantwortung des TAV – umsetzen können!“