Gedenken an die Reichspogromnacht und Vortrag „Shalom – jüdisches Leben in der Obergrafschaft“
Am Montag, 9. November 2026, erinnert die Stadt Bad Bentheim mit zwei aufeinanderfolgenden Veranstaltungen an die Opfer der Reichspogromnacht und an das jüdische Leben in der Region.
Den Auftakt bildet um 18 Uhr die Gedenkveranstaltung an der Synagogenstiege, die bis 18:30 Uhr dauert. Am 9. November 1938 wurde auch die Synagoge der jüdischen Gemeinde in Bad Bentheim in der Wilhelmstraße verwüstet und geplündert. Zum Gedenken an die Opfer hält Pastor Hubertus Goldbeck von der Pfarreiengemeinschaft Obergrafschaft eine kurze Ansprache. Spenden werden für einen gemeinnützigen Zweck gesammelt.
Im Anschluss, gegen 19 Uhr, laden Gislinde Holke und die Stadt Bad Bentheim zum Vortrag „Shalom – jüdisches Leben in der Obergrafschaft“ in den Treff 10, Kirchstraße 10, ein.
„Abgemeldet am 11. Dezember 1941 in die Ostgebiete“: So zynisch dokumentierten die Nationalsozialisten die Deportation der Jüdinnen und Juden aus der Grafschaft Bentheim in das Ghetto von Riga. Von diesem Tag an war das jüdische Leben in der Grafschaft ausgelöscht.
Im Mittelpunkt des Vortrags stehen jüdische Familien aus Bentheim, Schüttorf und Gildehaus. Ihre Lebensgeschichten machen sichtbar, welches Leid die Menschen während der NS-Zeit erfahren mussten, von Entrechtung und Vertreibung bis hin zu Deportation und Ermordung. Zugleich erinnert der Vortrag an die wenigen, die den Holocaust überlebten und zurückkehrten.
Die Stadt lädt alle Interessierten herzlich ein, an beiden Veranstaltungen teilzunehmen. Für den Vortrag wird um Anmeldung per E-Mail an
lacina@stadt-badbentheim.de oder telefonisch unter 05922 73-83 gebeten.